Remote-Work-Software

Die Zukunft der Remote-Arbeit: Alles dreht sich um Kommunikationstechnologie

Unternehmen haben sich an Remote-Arbeit angepasst, Mitarbeitende haben die Vorteile erlebt. Die Welt hat sich dauerhaft verändert – und mit ihr die visuelle Kommunikation.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist Flexibilität wichtiger denn je. Online-Kommunikation und E-Commerce-Plattformen rücken immer stärker in den Fokus der Marketingstrategien von Marken. Deshalb ist es entscheidend, aktuelle Marktentwicklungen und neue Wege der Kommunikation mit Mitarbeitenden und Zielgruppen im Blick zu behalten.

Zukunft der Remote-Arbeit

Schauen wir uns an, wie Kommunikationstechnologie die Zukunft der Remote-Arbeit prägen kann – und wie sich visuelle (und andere) Kommunikationsformen in naher Zukunft entwickeln dürften.

Große, kleine Welt

Früher war die Welt groß. Eine Weltreise dauerte Jahre oder sogar ein ganzes Leben. Dann wurde sie klein – oder besser gesagt: erreichbar. Einmal um den Globus in 48 Stunden war kein Problem mehr. Heute ist die Welt gleichzeitig groß und klein: Wir können von einer Nachbarstadt aus nach Sibirien oder Australien telefonieren.

Im letzten Jahr haben wir einen Großteil unserer Zeit zu Hause verbracht. Der Aktionsradius des modernen Menschen hat sich gleichzeitig verengt und erweitert. Das bleibt nicht ohne Folgen für neue Infrastrukturen und Kommunikationstechnologien.

„Echtzeit“ bekommt eine neue Bedeutung

Elektronische Kommunikationsmittel haben eine existentielle Bedeutung weit über ihren ursprünglich rein praktischen Zweck hinaus gewonnen. Sie sind heute sowohl Rettungsanker für Unternehmen als auch Mittel, um familiäre und freundschaftliche Beziehungen aufrechtzuerhalten.

Trends der Remote-Arbeit

In Zukunft werden sich die Tools für gemeinsame Arbeit und Kommunikation schnell in Richtung „Echtzeit-Soziale-Netzwerke“ entwickeln. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben wird sein, einen spürbaren „Präsenz-Effekt“ zu schaffen. Ein Beispiel: Microsoft Teams hat den Together Mode eingeführt, bei dem Teilnehmende wortwörtlich im gleichen „Raum“ sitzen.

Auch für Virtual- und Augmented-Reality-Lösungen gibt es enormes Potenzial.

In den vergangenen Jahren sind entsprechende Geräte deutlich günstiger geworden, aber es fehlte oft an verbreiteten Anwendungsszenarien. Inzwischen gibt es davon reichlich – vom Immobilienkauf und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Reparatur von Haushaltsgeräten bis hin zu virtuellen Laborbesuchen und Online-Konzerten in ungewohnten Formaten.

Die Ära der Cyber-Spezialist:innen

2020 war das Jahr der umfassenden Digitalisierung von Arbeitsplätzen. Vertreter:innen nahezu aller Branchen – auch solcher, die früher weit von IT entfernt schienen – haben begonnen, neue Technologien aktiv zu nutzen.

Warum remote arbeiten

Natürlich haben wir alle unterschiedliche Ziele, aber die Beherrschung von Datenanalysemethoden ist ein globaler Trend. 2020 war nicht das Jahr des massenhaften Jobabbaus – selbst die Automatisierung routinemäßiger Abläufe hat den Arbeitsmarkt weniger stark getroffen als befürchtet.

Mehr Jobs, nicht weniger

Ausbildung, Berufe und Menschen selbst sind heute deutlich flexibler als noch vor hundert Jahren. Es gibt immer mehr Gruppenlernangebote und Zertifizierungsprogramme zur Weiterbildung. Berufe werden sich schnell wandeln, aber nur selten komplett verschwinden. Manche werden dem Verlust eines gewissen Maßes an „Berufsromantik“ nachtrauern, gewinnen dafür aber neue Chancen.

Ärzt:innen können Patient:innen heute wortwörtlich „durchleuchten“ – inklusive der gesamten Krankengeschichte. Geolog:innen simulieren Millionen Jahre der Entwicklung einzelner Vorkommen oder sogar ganzer tektonischer Platten. LKW-Fahrer:innen werden zu Operator:innen von Drohnenschwärmen.

Ein weiterer wichtiger Nebeneffekt der Digitalisierung: Die Kultur des Informationskonsums entwickelt sich weiter. Immer mehr Menschen lernen, Quellen zu prüfen, Mitarbeiteraktivitäten, Zeit und Effizienz zu tracken, Daten zu analysieren und eigene Schlüsse zu ziehen. Das gilt besonders für Digitalmarketing, Journalismus, Softwareentwicklung und ähnliche Bereiche.

Büros werden zweitrangig

Die Rückkehr ins Büro rückt näher – aber wie wird sie aussehen? Wahrscheinlich werden klassische Großbüros der Vergangenheit angehören, weil Unternehmen vermehrt auf hybride Modelle setzen. Hybride Arbeit kombiniert Büropräsenz mit Remote-Arbeit.

Remote-Arbeitsplatz

Wir wissen inzwischen: Mit den richtigen Team-Kommunikationstools und Remote-Working-Tools lässt sich Remote-Arbeit gut managen und Verbundenheit im Team erhalten, auch wenn alle von zu Hause arbeiten. Eine der größten Herausforderungen bleibt allerdings das virtuelle Onboarding. Hier braucht es bewussten Aufwand und klare, bewährte Vorgehensweisen, damit neue Teammitglieder sich willkommen fühlen. Ein hybrider Ansatz kann helfen: Neue Mitarbeitende kommen zunächst zu einigen persönlichen Treffen ins Büro, bevor sie voll in den virtuellen Alltag wechseln.

Egal, ob Sie virtuelle oder hybride Arbeit bevorzugen: Das physische Büro wird künftig vor allem ein kollaborativer Raum sein, in dem Menschen zusammenkommen, um Neues zu schaffen, zu brainstormen, zu kommunizieren und Pläne zu schmieden – nicht unbedingt ein Ort, an dem man 9 Stunden pro Tag verbringt.

Einfachere Arbeitsprozesse

Arbeitskomfort und digitales Wohlbefinden standen zuletzt weit oben auf der Agenda – entsprechend wurde das Jahr der Remote-Arbeit auch zum Jahr dieser Themen. Technologie kann beides jedoch sowohl vereinfachen als auch verkomplizieren.

Eine durchschnittliche Fachkraft nutzt täglich mehr als ein Dutzend Collaboration-Apps. Häufig braucht es für eine einzige Aufgabe in ihrem digitalen Planer vier oder mehr Tools.

In Zukunft werden Unternehmen Prozesse und Formen der Remote-Arbeit weiter verbessern, um das Potenzial ihrer Mitarbeitenden freizusetzen und gleichzeitig den Umgang mit Technologie einfacher zu machen.

Remote-Mitarbeitende profitieren besonders von Technologien, die Burnout vorbeugen und Produktivität erhöhen. Solche Lösungen helfen, Alltagsaufgaben zu erledigen, digitalen Lärm zu reduzieren, die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu verbessern und Ziele zu erreichen. Ein Beispiel sind Micro-Apps, die Zugriff auf alle benötigten Tools, Prozesse und Aufgaben in einer einheitlichen, schlanken Arbeitsoberfläche bündeln.

Smart Technology als Basis des Arbeitsplatzes

Ein rein digitaler Arbeitsplatz reicht längst nicht mehr aus. Die heutige Arbeitswelt verlangt, dass auch physische Räume zu „Smart Spaces“ werden. Über 75 % von 500 Führungskräften und 1.000 Mitarbeitenden in fünf Ländern, die für die Studie Work 2035 befragt wurden, glauben, dass künstliche Intelligenz und Machine Learning innerhalb der nächsten 15 Jahre Entscheidungen deutlich beschleunigen und die Produktivität erhöhen werden.

KI- und Machine-Learning-Lösungen können verstehen, wie einzelne Mitarbeitende arbeiten, und Arbeitsplatz sowie Umgebung entsprechend anpassen. Die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, um schlanke Workflows zu ermöglichen, ist heute schon Alltag. Zusätzlich helfen ML-Technologien, normales Nutzerverhalten und potenzielle Bedrohungen zu erkennen – und verbessern so die IT-Sicherheit.

Das heißt aber nicht, dass wir bestehende Sicherheitsmaßnahmen vernachlässigen sollten – etwa DMARC-Reports und E-Mail-Zustellbarkeit oder VPNs für verteilte Unternehmensnetzwerke.

Video als primäre Informationsquelle

Laut Cisco wird 2026 rund 82 % des globalen Internet-Traffics auf Video entfallen. Im Frühjahr 2020 haben sich die YouTube-Abrufe im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Wachstum der Remote-Arbeit

Kurzformatige, unterhaltsame TikTok-Videos werden also weiterhin ein Trend bleiben. Es schadet daher nicht zu wissen, wie man auf TikTok live geht. Der Erfolg dieses Formats zeigt sich nicht nur auf der chinesischen Plattform: Auch Instagrams Reels und YouTube Shorts legen deutlich zu.

Gleichzeitig setzen viele Teams verstärkt auf kurze Videos oder Video-E-Mails, um schneller und klarer zu kommunizieren. Mit einem spezialisierten Screenrecorder wie ScreenRec können Sie Bildschirm, Webcam, Mikrofon und Systemsound aufnehmen und die Aufnahme sofort mit Menschen weltweit teilen. Das erleichtert die Zusammenarbeit über Zeitzonen hinweg und reduziert endloses E-Mail-Pingpong.

Auch der Anteil von Livestreams an den gesamten Inhalten wird weiter wachsen. Selbst Einsteiger:innen im Social-Media-Bereich wissen, dass Live-Formate eine besondere Dynamik entfalten: Sie steigern Reichweite und Engagement und sind ein wichtiger Teil von Social-Media-Strategien oder Instagram-Automatisierung.

Dasselbe gilt für den Unternehmenskontext. Viele Firmen nutzen Livestreaming-Plattformen, um Führungskräfte näher an Mitarbeitende zu bringen und virtuelles Teambuilding zu fördern. Wer Live-Formate in der internen Kommunikation nicht nutzt, vergibt ein erhebliches Potenzial.

Audiovisuelle Immersion

Viele Creator experimentieren mit Soundeffekten und Musik, um in thematischen Projekten stärkere emotionale Reaktionen hervorzurufen. Audio wird zu einem wichtigen Baustein für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben und einzigartige Online- und Offline-Erlebnisse für Mitarbeitende und Kund:innen schaffen wollen.

Unternehmen mit virtueller Belegschaft

Und Menschen lieben das: Sie schätzen den menschlichen Touch, den audiovisuelle Kommunikation vermittelt. Ein Beispiel ist Clubhouse, ein soziales Netzwerk, in dem ausschließlich per Sprache kommuniziert wird. Die Plattform ist nach wie vor nur über Einladungen zugänglich und wurde kurz nach dem Start bereits mit einer Milliarde US-Dollar bewertet. Die Gründer betonen, dass „aufrichtige Kommunikation und authentischer Ausdruck“ zu den wichtigsten Prinzipien der App gehören.

Stimmkommunikation ist damit ein Muss für dauerhafte Remote-Arbeit. Für Mitarbeitende bietet sich VoIP an, weil es einfach einzurichten und kostengünstig ist. Für Kund:innen kann eine Telefonleitung auf Basis von Callcenter-Software sinnvoll sein – ein Ansatz, den viele Unternehmen während der COVID-19-Pandemie gewählt haben.

Remote-Vertriebs- und Marketingteams

Im B2B-Markt wird die Kundenansprache zunehmend über digitale Kanäle laufen. Schon heute bevorzugt über ein Drittel der B2B-Kund:innen digitale Touchpoints (mindestens Websites), und viele geben an, dass der persönliche Kontakt mit Vertriebsteams an Bedeutung verloren hat.

Prognosen zur Remote-Arbeit

In Zukunft wird der Aufbau einer starken Markenidentität noch wichtiger. Unternehmen müssen konsequent an ihrem Auftritt arbeiten und Medien – insbesondere Bilder – in allen Kanälen optimieren, in denen sie mit ihrer Zielgruppe interagieren (Image-Optimierung). B2B-Kund:innen werden digitale Kontaktpunkte zunehmend bevorzugen, und moderne B2B-Marketer:innen werden neue Taktiken testen und verfeinern.

Vor diesem Hintergrund ist es kaum überraschend, dass Remote-Vertriebsteams immer populärer werden.

Marketingteams, die ohnehin schon mit einer wachsenden Zahl an MarTech-Tools arbeiten, werden dabei von KI-Plattformen unterstützt. Auch wenn viele Versuche, Kommunikation zu automatisieren, heute noch holprig wirken (man denke an nervige Sprachmenüs), wird sich das mit mehr Erfahrung, Daten und besseren KI- sowie Aktivierungsfunktionen für Machine Learning deutlich verbessern.

Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass in der Remote-Arbeitswelt mehr als ein Drittel der B2B-Technologieeinkäufer Chatbots zu den zehn wichtigsten Interaktionskanälen zählen wird – und über 60 % der B2B-Marketer:innen MarTech-Plattformen aktiv einsetzen.

Chatbots und Messenger

Eines der Kernprobleme im Digitalmarketing ist es, einfache, zugängliche Kommunikationswege zwischen Kund:innen und Marke zu schaffen. Messenger bleiben dafür das wichtigste Werkzeug: Sie ermöglichen es, Zielgruppen zu segmentieren, in Kontakt zu bleiben, über Aktionen und neue Produkte zu informieren und direktes Feedback zu erhalten.

Warum werden Chatbots jedes Jahr beliebter?

Ganz einfach: Digitalmarketer:innen sehen in Chatbots die Chance, weitere Stufen der Kundenkommunikation zu automatisieren, Kundentreue zu erhöhen, einfache Aufgaben an „virtuelle Vertriebsmitarbeitende“ abzugeben und so direkte Conversions zu erzielen.

Die Zukunft der Arbeit gehört den agilsten und vorausschauendsten Unternehmen. Daher ist es entscheidend, neue Kommunikationstechnologien und -kanäle im Blick zu behalten.

Da immer mehr Marketing- und Vertriebsteams remote arbeiten, ist es wichtig, Kanäle wie Telegram, WhatsApp und Facebook konsequent als Kommunikationsplattformen zwischen Unternehmen und Kund:innen zu etablieren, um sich wirklich an das neue Arbeitsmodell anzupassen.

Sicherheit zählt

Wenn Mitarbeitende über mehrere Standorte verteilt sind, vergrößert sich die Angriffsfläche: Es kommen mehr Netzwerke und Geräte ins Spiel und die Zahl potenzieller Schwachstellen steigt. 2020 nahmen Cyberangriffe um über 400 % zu – der Schutz von Mitarbeitenden und Ressourcen ist heute wichtiger denn je.

Hybrides Arbeiten von zu Hause

Sicherheit und Arbeitskomfort schließen sich nicht aus. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille und zentrale Bestandteile eines intelligenten Konzepts für den (teil-)remote Arbeitsplatz der Zukunft.

Entscheidend ist, einen Sicherheitsperimeter rund um den einzelnen User zu schaffen, ohne den Arbeitsfluss zu stören. Eine kontinuierliche Überprüfung der Integrität dieses Perimeters ermöglicht Zero-Trust-Architekturen. Grundlage sind Analysen und Verifizierung von Identität, Kontext und Verhalten der Nutzer:innen.

Die Pandemie hat Unternehmen dazu gezwungen, den Schutz ihrer Mitarbeitenden zu priorisieren. Roboter und IoT-Technologie werden dabei helfen. Roboter übernehmen gefährliche Aufgaben, und vollständig fernbediente Lösungen verbessern die Qualität der Mensch-Maschine-Interaktion.

Das Internet der Dinge (IoT) und Robotik werden die Sicherheit der Arbeitsumgebung deutlich verbessern.

IoT wird die Grundlage für kontaktlose Büros, intelligente Abstandslösungen und sogar Smart-City-Konzepte bilden: Mitarbeitende können ihre Geräte nutzen, um Belegungen von Räumen zu prüfen, Desinfektionszyklen nachzuvollziehen, Besprechungsräume oder Arbeitsplätze zu buchen usw.

Fazit

Wie genau die Zukunft der Remote-Arbeit aussieht, lässt sich nicht vorhersagen. Sicher ist nur: Die Veränderungen werden kommen – und sie werden schnell sein. Unternehmen, die Technologie gezielt einsetzen, können bessere Arbeitsplätze schaffen, Mitarbeitende länger halten und damit auch Kund:innen langfristig binden.

Mit der zunehmenden Bedeutung digitaler Kommunikation sollten Unternehmen neue Kanäle für die Interaktion mit Mitarbeitenden und Kund:innen erschließen. Video-E-Mails werden noch populärer werden und helfen, Kommunikationsbarrieren für verteilte Teams abzubauen.

Die Pandemie hat eine Vielzahl neuer Tools für Remote-Teams in unterschiedlichen Branchen hervorgebracht. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diese Werkzeuge einzusetzen – bevor es Ihre Wettbewerber tun.

Quellen & weiterführende Links

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