Wie du ein Remote-Team verbunden hältst und ein glückliches Arbeitsumfeld schaffst
Du kennst sicher den Satz: „Mitarbeiter sind dein wichtigstes Kapital“. Noch vor kurzer Zeit konntest du im Büro dafür sorgen, dass dieses „Kapital“ zufrieden und produktiv ist – mit einer starken Teamatmosphäre und viel direkter Zusammenarbeit.
Heute dominiert ein anderer Begriff: „die neue Normalität“. Der Arbeitsplatz ist kein einzelner Ort mehr. Willkommen in der Welt des hybriden Arbeitens: Menschen zu Hause, im „neu gedachten Büro“, unterwegs oder mit aufgeteilten Tagen zwischen Homeoffice und Office – wie sorgst du jetzt für ein bisschen mehr Zufriedenheit?
In diesem Artikel schauen wir uns an, was es braucht, um dein Team glücklich zu halten – und wie Technologie helfen kann, ein positives Arbeitsumfeld in all den neuen Arbeitsformen nachzubilden.

Was ist Glück – die ewige Frage
Zuerst die Grundlagen: Brauchen wir eine schnelle Definition von „Glück“, um besser planen zu können? Und sollten wir vielleicht sogar einen „Chief Happiness Officer“ ernennen?
Neu wäre die Idee nicht. Bereits 2008 ernannte die britische Regierung einen „Happiness Tsar“, Professor Richard Layard, mit dem Auftrag, die schlechte Stimmung in der Arbeitswelt zu vertreiben. Vereinfacht gesagt, sah er die Lösung nicht unbedingt in mehr Einkommen. Stattdessen schlug er vor: „Wichtiger sind die Verringerung von Unzufriedenheit und die Steigerung der Lebensfreude. Wenn steigende Einkommen das nicht bringen, müssen wir herausfinden, was wirklichen Fortschritt erzeugt.“
Bevor du jetzt Gehaltserhöhungen streichst oder einen eigenen Glücks-Guru suchst, bleibt aus diesem Artikel vor allem eine Erkenntnis hängen: die Steigerung der Lebensfreude. Dieser Gedanke rückt heute in Form von Work-Life-Balance ganz nach vorne – ein Trend, der sich während der Pandemie und der ersten Homeoffice-Erfahrungen von Millionen Menschen stark beschleunigt hat.
Wo arbeiten wir heute?
Während der Lockdowns gab es für viele keine Alternative: Arbeiten von zu Hause war Pflicht. Ja, das bedeutete eine Pause vom täglichen Pendeln und vielleicht auch von Büropolitik – aber für Menschen, die Teamarbeit gewohnt waren, brachte es große Herausforderungen.
Plötzlich konntest du nicht mehr eben rübergehen, um ein Projekt zu besprechen oder am „Wasserspender“ Ideen auszutauschen. Stattdessen wurden virtuelle Meetings zum Standard. Das war zwar großartig für Konferenzanbieter, aber nicht unbedingt für Mitarbeitende oder Unternehmen. „Zoom-Müdigkeit“ wurde zum geflügelten Wort.
Als Reaktion darauf suchen viele nach anderen Wegen der Kommunikation im Arbeitsalltag. Beliebt geworden sind zum Beispiel Video-E-Mails – kurze Videobotschaften, die du mit einem kostenlosen Bildschirmrekorder wie ScreenRec aufnehmen und über einen automatisch erzeugten Link sofort teilen kannst.
Mit der Zeit merkten viele, dass produktives Arbeiten im Homeoffice durchaus möglich ist – und dass die zusätzliche freie Zeit außerhalb der Arbeitsstunden ein echter Bonus sein kann. Das spiegelt sich in aktuellen Zahlen zur Remote-Arbeit wider. Eine Umfrage von Statistics Canada ergab, dass 90 Prozent der Menschen im Homeoffice sich genauso oder sogar produktiver fühlten als im Büro. Das könnte große Auswirkungen auf traditionelle Arbeitsmuster haben, denn rund 32 Prozent der kanadischen Beschäftigten arbeiteten von zu Hause.
Und wenn Mitarbeitende von zu Hause aus produktiv sein und gleichzeitig eine bessere Balance zwischen Arbeit und Leben genießen können, ist die Freiheit zur Wahl des Arbeitsorts vielleicht ein wichtiger Baustein für ein glückliches Arbeitsumfeld.
Remote Work: Freiheit zur Wahl?
Allerdings gibt es ein potenzielles Hindernis für diese neue Freiheit – den Chef, der „Nein“ sagt. Einige prominente Beispiele wie die CEOs von Apple und Morgan Stanley haben angekündigt, dass sie den Großteil ihrer Mitarbeitenden bis Herbst wieder im Büro erwarten – manche Vollzeit, andere im Hybridmodell.
Beschäftigte sehen das anders und erkennen den Wert der Wahlfreiheit. Wie McKinsey im April 2021 berichtete, würde mehr als die Hälfte der US-Beschäftigten im öffentlichen Dienst und in Unternehmen nach der Pandemie gerne mindestens drei Tage pro Woche von zu Hause arbeiten; fast ein Drittel möchte komplett remote tätig sein.
Hinzu kommt ein weiteres Problem: Selbst wenn der Chef zustimmt, fühlen sich viele Mitarbeitende schlecht informiert. Laut McKinsey herrscht ein Kommunikationsvakuum – 40 Prozent der Befragten gaben an, noch nichts Konkretes zur Homeoffice-Strategie ihrer Organisation gehört zu haben, weitere 28 Prozent empfanden die kommunizierten Pläne als vage.
Das, so die Berater, führt zu Unsicherheit und potenziell nachlassender Leistung. Wenn du also davon überzeugt bist, dass dein Team auch von zu Hause aus produktiv arbeiten kann, ist eine klare Botschaft wichtig – ein weiterer Schritt hin zu einer zufriedenen Belegschaft.
Ein glückliches Homeoffice schaffen
Wenn du akzeptierst, dass Homeoffice für dein Team eine realistische Option ist, stellt sich die Frage: Wie organisierst du die Führung deines Remote-Teams so, dass Ergebnisse stimmen und sich Mitarbeitende gleichzeitig gut aufgehoben fühlen?

Zuerst brauchen sie die richtigen Werkzeuge, um effizient zu arbeiten und zusammenzuarbeiten. Zum Glück hat sich die Cloud als sichere und zuverlässige Grundlage etabliert, um Zusammenarbeits-Tools und Dienste unabhängig vom Arbeitsort bereitzustellen.
Nimm allein das Telefon – ein Basic für fast jede Tätigkeit. Laut dem Telekommunikationsanbieter GoCo brauchen Remote-Mitarbeitende ein paar Extras, damit interne Kommunikation effizient und sicher bleibt: etwa die Priorisierung des geschäftlichen Datenverkehrs gegenüber bandbreitenhungrigen Anwendungen wie Netflix oder YouTube im heimischen Netz sowie einheitliches Threat Management für Unternehmensdaten und die Privatsphäre der Mitarbeitenden. Dazu kommt ein gutes Backupsystem, damit Remote-Kollegen immer erreichbar bleiben. Und wenn dein Team regelmäßig mit sensiblen Dateien arbeitet, solltest du die Vorteile eines VPN (Virtual Private Network) prüfen, um die digitale Umgebung besser zu schützen.
An den konkreten Wohn- und Arbeitsbedingungen zu Hause kannst du naturgemäß wenig ändern. Wenn jemand im Schlafzimmer oder am Küchentisch zwischen Kindern arbeiten muss, liegt es an der Person selbst, eine praktikable Lösung zu finden.
Die mentale Barriere überwinden
Schwieriger zu lösen ist oft die mentale Seite – das Gefühl von Isolation oder Angst. Laut McKinsey zählen zu den größten Sorgen bei Remote-Arbeit der Verlust von Verbindung, Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit entfernten Kollegen und ein geringerer Fokus auf die eigene gesundheitliche und mentale Verfassung.

In der klassischen Bürokultur sind Interaktion und Kontakt deutlich einfacher: Man trifft sich im Flur, im Meetingraum oder in der Küche – Zusammenarbeit entsteht an vielen Orten ganz von selbst. Die Herausforderung in Remote- oder Hybrid-Setups besteht darin, dieses Gefühl von Verbundenheit aufrechtzuerhalten. Das kann ein regelmäßiger Video-Check-in, ein kurzer Anruf oder eine Chat-Nachricht sein – oder ein wöchentliches „virtuelles Get-together“ beziehungsweise eine Online-Happy-Hour.
Stell sicher, dass alle in Kontakt bleiben, und du hast eine Remote-Arbeitskultur etabliert – eine zentrale Voraussetzung für zufriedene Mitarbeitende.
Ein weiterer heikler Punkt sind Arbeitszeiten. Solltest du erwarten, dass Homeoffice-Kräfte während der klassischen Bürozeiten am Schreibtisch sitzen und jederzeit für Anrufe, Videocalls oder Online-Meetings bereitstehen? Ohne strikte Zeiterfassung spielt Vertrauen hier eine entscheidende Rolle.
Wenn der große Vorteil von Remote- und Flex-Work eine bessere Work-Life-Balance ist, sollten deine Mitarbeitenden dann nicht auch mehr Freiraum bei der Einteilung ihrer Zeit haben – solange sie bei wichtigen Aufgaben im Plan bleiben? Ein projekt- und ergebnisorientierter Ansatz hilft: Aufgaben werden bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt, unabhängig davon, wie Mitarbeitende ihre Arbeitsstunden verteilen.
Ein zufriedenes Zurück ins Büro
Wer ins Büro zurückkehrt, rechnet häufig mit „Normalität“ – die Realität sieht jedoch oft anders aus. Zunächst einmal gibt es die räumlichen Veränderungen: Begegnungen von früher fallen weg, stattdessen stehen Abstandsregeln, neue Laufwege und umgestaltete Arbeits- und Meetingbereiche im Mittelpunkt.

In der „neuen Normalität“ haben Gesundheit und Sicherheit oberste Priorität – und genau das ist für viele Mitarbeitende eine große Hürde. Human Resource Executive zitiert einen Bericht der Limeade Foundation, nach dem 100 Prozent der Befragten wegen der Rückkehr ins Büro besorgt waren. Die Mehrheit (71 Prozent) fürchtete vor allem eine Ansteckung mit COVID, was den Druck erhöht, Risiken so weit wie möglich zu minimieren. Mitarbeitende weltweit sind gestresst und angespannt – doch Technologie kann helfen.
Am Empfang reduzieren Temperatursensoren Risiken, während kontaktlose Zugangs lösungen für Büros, Besprechungsräume und Sanitäranlagen potenzielle Übertragungswege verringern.
In größeren Unternehmen kann auch Gedränge schnell zum Problem werden. Werden Sensoren mit Digital Signage kombiniert, können Facility- und Security-Teams Personenströme aktiv lenken oder Aufzüge und Rolltreppen sicherer machen, indem sie aktuelle Hinweise direkt auf den Displays einblenden.
Remote-Zusammenarbeit stärken
Ganz gleich, ob Teammitglieder im Büro sitzen oder remote arbeiten – Zusammenarbeit muss für alle einfach sein. Das hält nicht nur Projekte auf Kurs und bündelt Know-how für Innovationen, sondern erhält auch den sozialen Kontakt, der für Menschen im Homeoffice so wichtig ist.
Während der Pandemie haben sich Collaboration-Tools vielfach bewährt, und es gibt eine große Auswahl an starken Lösungen. Wenn du das passende System auswählst, können Teams von jedem Desktop oder mobilen Gerät an Meetings teilnehmen und Inhalte teilen. Vergiss dabei aber nicht: Virtuelle Meetings funktionieren anders als Treffen vor Ort. Sie brauchen gute Vorbereitung und klare Regeln. In unserem ultimativen Guide für virtuelle Meetings findest du ausführliche Tipps dazu.
Zeit für ein Happy End?
Es ist keine leichte Aufgabe, ein positives Arbeitsumfeld zu erhalten und Mitarbeiterengagement hochzuhalten, wenn der Arbeitsplatz nicht mehr an einen Ort gebunden ist. Remote-Arbeit wird inzwischen als normal angesehen, und das klassische Büro ist für viele nur noch eine Erinnerung. Der neue hybride Arbeitsplatz bringt zahlreiche Mitarbeiter-Benefits – aber auch einige echte Herausforderungen. Wenn du diese Hürden jedoch meisterst und deine Leute im Büro oder online zusammenbringst, bist du auf dem besten Weg zu einem glücklichen Arbeitsumfeld und einem leistungsstarken Team.
Quellen und weiterführende Links
- Wird dieser Mann dich glücklich machen? | Gesundheit & Wohlbefinden | Guardian
- Vorteile der Arbeit von zu Hause im Vergleich zum Büro
- Studie: Arbeiten von zu Hause – Produktivität und Präferenzen
- Beschäftigte, die sich gegen die Rückkehr ins Büro stellen – BBC Worklife
- Was Mitarbeitende über die Zukunft der Remote-Arbeit sagen
- Breitband und Arbeiten von zu Hause – das richtige Internet fürs Homeoffice auswählen
- Die Rolle von HR bei der Angst vor der Rückkehr ins Büro
- Wie man mit wegen arbeitsbedingtem Stress ausgefallenen Mitarbeitenden umgeht
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