[Handverlesen] 8 der besten Tools für Online-Unterricht
Die Welt sieht heute ganz anders aus als noch vor zehn Jahren – man könnte fast sagen, sie ist kaum wiederzuerkennen. Eine der größten Veränderungen ist, wie schnell alles digital geworden ist. Innerhalb kürzester Zeit wurden zentrale Bereiche unseres Lebens ins Internet verlagert. Es ging nicht mehr nur ums Chatten und Social Media. Heute leben wir im Zeitalter von:

- Remote Work,
- Live-Streaming von Inhalten,
- Online-Lebensmitteleinkäufen,
- Online-Filmpremieren und natürlich
- Online-Bildung.
Klar, vor allem jüngere Menschen lieben alles, was online ist. Und doch dachten viele lange: Unterricht kann doch nur im klassischen Klassenraum wirklich funktionieren. Ein virtuelles Klassenzimmer kann doch niemals dasselbe Lernumfeld schaffen.
Wie sehr wir uns getäuscht haben!
Sind Online-Teaching-Tools wirklich effektiv?
Virtueller Unterricht ist nicht nur möglich, er ist klar der nächste Schritt in der Entwicklung von Bildung und Lernen. Schon 2019 haben globale EdTech-Unternehmen massiv in Online-Bildung und Lernplattformen investiert.
Studien zeigen, dass Lernende mit E-Learning rund 25 %–65 % mehr Inhalte behalten als im Präsenzunterricht (8 %–10 %). Vorausgesetzt, sie haben Zugang zu den richtigen Online-Tools. Sogar formative und summative Tests lassen sich vollständig online abbilden.
Lehrkräfte brauchen also die besten Tools, um online zu unterrichten – nicht nur, damit die Lernenden eine bessere Erfahrung haben, sondern auch, um den Unterrichtsalltag für Lehrende zu erleichtern. Zu beachten sind zum Beispiel:
- die enorme Menge an Inhalten, die organisiert werden muss,
- die Unterrichtsplanung,
- effiziente Kommunikation mit den Schüler:innen,
- Beantwortung von Rückfragen und
- interaktive Gestaltung des Unterrichts.
Mit diesen Punkten im Hinterkopf folgt nun eine umfassende Liste der besten Tools für Online-Unterricht, mit denen Lehrkräfte weltweit ihre Schüler:innen erreichen können.
Die besten Tools für Online-Unterricht
1. ScreenRec – Kostenloses Tool zur Erstellung von Lerninhalten
ScreenRec liefert dir alles, was du zur Erstellung von Lehrinhalten brauchst. Es basiert auf einer professionellen Video-Hosting-Plattform und ist damit zu 100 % sicher. Mit diesem kostenlosen Screenrecorder kannst du:

- Tutorials erstellen,
- Trainingsvideos produzieren,
- Präsentationen vertonen und
- Feedback geben.
ScreenRec speichert deine Screencasts und Screenshots bereits während der Aufnahme automatisch. Das spart Zeit und du musst nichts manuell hochladen – die App erstellt private Links, die du sofort teilen kannst.
Die Bedienung ist einfach: Du kannst dir eine visuelle Bibliothek aus Videos und Bildschirmaufnahmen aufbauen und deine Schüler:innen Schritt für Schritt visuell begleiten. ScreenRec gehört zu den Tools, die dem Online-Unterricht besonders gut den so wichtigen menschlichen Touch verleihen.
Besondere Funktionen
Installiere die kostenlose App und beginne sofort damit, Bilder oder Videos deines Bildschirms aufzunehmen – mit so wenigen Klicks wie möglich und ohne lange Einarbeitung. Die automatisch erzeugten Links sind vollständig verschlüsselt, um ungewollte Downloads zu verhindern.
Bewertungen
Bewertung: 4,5 von 5
„Ich bin Lehrkraft für Schüler:innen mit ASS. Durch ScreenRec können meine Schüler:innen mit Verarbeitungsstörungen die Aufnahmen so oft ansehen, wie sie brauchen. Vielen Dank für den zusätzlichen Speicherplatz und die Funktionen, mit denen ich ihre Entwicklung beschleunigen kann.“
Preis
Kostenlose App, die für die meisten Tutorial-Videos mehr als ausreicht. Erweiterte Funktionen wie gemeinsame Team-Accounts gibt es in den Bezahlplänen. Für Bildungseinrichtungen gilt ein 50 % Rabatt.
2. EdPuzzle
EdPuzzle ermöglicht es dir, normale Videos mit interaktiven Elementen anzureichern. Du kannst Fragen, Audio-Kommentare und Notizen hinzufügen. So lässt sich die Leistung deiner Schüler:innen verfolgen und anhand von detaillierten Analysen auswerten.

Du kannst z. B. ein YouTube-Video importieren und so bearbeiten, dass es perfekt zu deinem Unterricht passt – oder gleich eigene Videos von Grund auf erstellen. Die Plattform unterstützt auch längere Formate, deine Inhalte müssen also nicht alle superkurz sein.
Besondere Funktionen
EdPuzzle bietet eine gemeinsame Bibliothek für alle Beteiligten. Lehrkräfte können Fortschritte beobachten, Lernende gezielt in die Pflicht nehmen und das Lernerlebnis gezielt optimieren – ein starkes Werkzeug für formative Tests.
Bewertungen
Bewertung: 4,6 von 5
„Man kann verschiedene Formate nutzen, um Material zu präsentieren – vom Kurzfilm über Musikvideos bis hin zu anderen Videoarten, mit denen die Schüler:innen interagieren.“
Preis
Gratis im Basisplan, 11,20 $/Monat für „Pro Teacher“
3. Flip
Flip gehört zu den besten Tools für Online-Unterricht und erlaubt es Lehrkräften, sogenannte „Grids“ für Videodiskussionen anzulegen. Jedes Grid fungiert als Pinnwand: Lehrende stellen eine Frage, Schüler:innen antworten mit kurzen Videobeiträgen, die in Echtzeit erscheinen.

Die Plattform ist sehr zugänglich, interaktiv und lässt sich stark anpassen, sodass viele Ausdrucksformen und kreative Ideen zu jedem Thema möglich sind.
Besondere Funktionen
Du kannst Fotos, Text oder Sticker zu deinen Videos hinzufügen, um Kontext zu geben und sie spannender zu machen. Das Videodiskussions-Format hilft Lehrkräften, wirklich jede Stimme im Kurs zu hören.
Bewertungen
Bewertung: 4 von 5
„Meist verwenden wir das Tool, um Unterrichtseinheiten zusammenzufassen und die Schüler:innen zu ermutigen, die Inhalte in ihrer eigenen Struktur zu wiederholen.“
Preis
Kostenlos
4. Pear Deck
Pear Deck ist ein interaktives Präsentations- und Unterrichtstool, das im Browser oder über Add-ons genutzt werden kann. Schüler:innen treten der Pear-Deck-Session ihrer Lehrkraft bei und folgen den Inhalten auf dem Bildschirm.

Zur Vorbereitung investieren Lehrkräfte etwas Zeit in Präsentationen und fügen interaktive Elemente hinzu, etwa Audio-Dateien, Quizfragen oder Untertitel für unterschiedliche Lernbedürfnisse.
Besondere Funktionen
Nutzer:innen von Google Slides und Microsoft PowerPoint können ihre Präsentationen direkt in Pear Deck importieren und um interaktive Elemente erweitern. Eine Bibliothek mit vorgefertigten Slides und Aktivitäten steht ebenfalls zur Verfügung.
Bewertungen
Bewertung: 4,2 von 5
„Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, Lernergebnisse zu speichern und als Nachweis für den Lernfortschritt zu nutzen.“
Preis
Kostenlos im Basisplan, 149,99 $/Jahr für Premium
5. Buncee
Buncee ist ein interaktives Tool für Lehrkräfte mit praktischer Oberfläche zum Ziehen und Ablegen. Es hilft Schüler:innen und Lehrenden, ansprechende Projekte und Präsentationen zu gestalten.

Das Tool hilft dabei, Konzepte zu visualisieren und altersübergreifend kreative Kommunikation zu fördern. Es gibt zahlreiche Sticker, Animationen und Vorlagen – oder du lädst eigene Inhalte hoch.
Besondere Funktionen
Die einfache Gestaltung des Canvas ermöglicht es Lernenden aller Altersgruppen, selbst zu Content Creator:innen zu werden.
Bewertungen
Bewertung: 5 von 5
„Ein großer Vorteil von Buncee ist, dass man eine Vielzahl von Multimedia-Elementen einbinden kann – Text, Bilder, Audio, Video und Animationen.“
Preis
30-tägige kostenlose Testphase, danach 7 $/Monat – Premium-Pläne 10–20 $/Monat
6. SeeSaw
SeeSaw ist ein virtuelles Unterrichtstool mit starkem digitalen Portfolio- und Interaktionsfokus. Lehrkräfte können damit sehr individuelle Lernerfahrungen gestalten. Der Einstieg erfolgt über das manuelle Anlegen von Klassen oder die Integration aus Google Classroom. Lehrende können:

- eigene Inhalte erstellen oder auf eine Bibliothek anderer Lehrkräfte zugreifen,
- Aufgaben vergeben und
- Schüler:innen über Videos, Fotos, Zeichnungen oder Textfelder aktiv einbinden.
Peer-Feedback wird unterstützt und sorgt für schnelle, unkomplizierte Kommunikation. Über einen Klassenblog lässt sich zudem eine engere Gemeinschaft aufbauen, ohne dass alle auf Social Media ausweichen müssen.
Besondere Funktionen
Schüler:innen können eigene Portfolios aufbauen und ihren Fortschritt mit Lehrkräften und Eltern teilen. SeeSaw bietet einen Raum, in dem Lehrende Arbeiten durchgehen und individuelle Rückmeldungen geben können. Eltern behalten den Lernfortschritt im Blick.
Bewertungen
Bewertung: 4,7 von 5
„Das Tool ist vielseitig und intuitiv, sodass Kinder die Plattform weitgehend alleine nutzen können – sehr zur Freude von Schüler:innen, Lehrkräften und Eltern.“
Preis
Kostenlos im Basisplan, 120 $/Jahr für SeeSaw Plus
7. Google Classroom
Google Classroom wurde entwickelt, um den Unterrichtsalltag zu vereinfachen:

- Unterrichten,
- Erstellen,
- Verteilen und
- Bewerten von Aufgaben.
Außerdem wird das Teilen von Dokumenten und Dateien zwischen Lehrkräften und Schüler:innen stark vereinfacht. Zum Ökosystem gehören u. a. Google Docs, Gmail, Google Sheets, Google Classroom, Google Drive, Google Meet und Google Calendar – alles aus einer Hand.
Besondere Funktionen
Originalitätsberichte helfen Schüler:innen, ihre Arbeiten auf mögliche Plagiate zu prüfen. Lehrkräfte können individuell steuern, wer kommentieren oder posten darf. So lässt sich Online-Unterricht sehr interaktiv gestalten.
Bewertungen
Bewertungsspanne von 5 von 5 bis 2,4 von 5
Die Stärken:
„Ein hervorragendes Tool, weil die Lehrkraft alles ohne Stift posten kann. Für Schüler:innen sind alle Aufgaben und Termine übersichtlich im Dashboard aufgeführt.“
Die Schwächen:
„Zäh, der Aufgaben-Stream aktualisiert sich nicht richtig, sodass man denkt, etwas fehlt oder wurde nicht abgegeben. Erst nach einiger Zeit synchronisiert alles und die Liste stimmt wieder.“
Preis
Kostenlos
8. Zoom
Zoom wurde ursprünglich für Online-Business-Meetings entwickelt, hat sich aber schnell als Standard für Videokonferenzen etabliert. Inzwischen ist es auch für individuellen Online-Unterricht und große Bildungsinstitutionen ein wichtiges Tool. Sowohl Live-Unterricht als auch aufgezeichnete E-Learning-Sessions lassen sich über Zoom abbilden.

Besondere Funktionen
Virtuelle Hintergründe, Warteraum, persönliche Meeting-ID, Multishare und Filter machen Online-Stunden interaktiver und ansprechender.
Bewertungen
Bewertung: 4,6 von 5
„Als Online-Tutor ist die Möglichkeit, Teilnehmer:innen zum Entstummen aufzufordern, extrem hilfreich.“
Preis
Kostenlose Basisversion, 14,99 $/Monat für Pro, 19,99 $/Monat für Business
Weitere Tools für Online-Unterricht: Honorable Mentions
Name | Beschreibung | Preis |
Unterstützt dich beim schnellen Erstellen interaktiver Präsentationen, Videos und Projekte. Dynamische Visuals helfen, die menschliche Komponente trotz Online-Setting zu erhalten. | 5–19 $/Monat, kostenlose Testphase verfügbar | |
Bietet u. a. Datei-Sharing, Nachverfolgung, Terminplanung und mehr – alles in einem Workspace gebündelt. | Kostenlos nutzbar; Bezahlpläne ab 8,75 $/Monat | |
Professionelles Tool für Anwesenheitslisten, das eine Historie führt und sogar Gesichtserkennung bietet. | Kostenlos | |
Einfaches Online-Tool, um unterschiedliche Inhalte auf einer Seite zu sammeln, zu organisieren und individuell zu gestalten. | Kostenloser Basisplan, Bezahlpläne ab 4,99 $/Monat | |
Hilft dir, alle Online-Ressourcen an einem Ort zu sammeln. Markiere Webtexte, füge Notizzettel hinzu, archiviere Seiten und teile sie mit deinen Schüler:innen. | Kostenloser Basisplan, Bezahlpläne 10–59 $/Monat | |
Kollaboratives Whiteboard für interaktives Lernen: Gemeinsam zeichnen, schreiben oder Notizzettel hinzufügen – alles in Echtzeit. | Preise zwischen 6 und 22 $/Nutzer:in/Monat |
FAQ
Die vorgestellten Tools bieten zahlreiche Funktionen für unterschiedliche Lernstile: Videodiskussionen mit Flip, interaktive Präsentationen mit Pear Deck oder kreative Projektarbeit mit Buncee. Für Barrierefreiheit sorgen u. a. Untertitel, Voice-over-Erklärungen und Screenreader-Kompatibilität. Prüfe im Einzelfall, welche Funktionen ein Tool bietet und ob sie zu den Bedürfnissen deiner Lernenden passen.
Die meisten Online-Teaching-Tools haben Altersbeschränkungen, häufig dürfen Accounts erst ab 13 Jahren angelegt werden (z. B. im Rahmen von COPPA und ähnlichen Regelungen). Einige Angebote richten sich explizit an jüngere Lernende und bringen zusätzliche Sicherheits- und Datenschutzmechanismen mit. Prüfe immer die Nutzungsbedingungen und hole bei Minderjährigen das Einverständnis der Erziehungsberechtigten ein.
Ja, die vorgestellten Tools eignen sich sowohl für synchrones (Live-) als auch für asynchrones Lernen. Zoom und Google Meet sind ideal für Echtzeit-Sessions, während ScreenRec und Buncee asynchrone Lernformen unterstützen, bei denen Inhalte jederzeit im eigenen Tempo abgerufen werden können.
Fazit
Mit den oben genannten Tools steht fest: Virtueller Unterricht funktioniert – und ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung unseres Bildungssystems. Die Vielzahl interaktiver Werkzeuge und Lernplattformen kann zwar zunächst überfordernd wirken, doch sie eröffnet riesige Chancen.
Während du abwägst, welche Lösung am besten zu dir passt, laden wir dich ein, ScreenRec auszuprobieren. Die Anwendung ist klein, aber extrem leistungsstark und gehört zu den besten Tools für Online-Unterricht.
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