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Whereby vs. Zoom: Wer macht das Rennen?

Videokonferenzen gehören inzwischen zum ganz normalen Arbeitsalltag – und der größte Player im Markt ist eindeutig Zoom. Fast jeder kennt Zoom, den Dienst, der während der Pandemie quasi über Nacht zum Standard für Online-Meetings und wahrscheinlich zum bekanntesten kostenlosen Videokonferenz-Tool wurde. Mit dieser Popularität kam aber auch Konkurrenz: Andere Kollaborationstools wie Microsoft Teams sind gestartet, und viele Unternehmen haben angefangen, nach Alternativen zu Zoom zu suchen.

Eine dieser Alternativen ist die Whereby-App. Dank ihrer Einfachheit und Zuverlässigkeit wird sie vor allem im Homeoffice immer beliebter. Whereby kommt ohne Installation aus und Gäste benötigen keinen Login. Du verschickst einfach einen Link und alle sind mit einem Klick im Meeting. Mehrere Personen können gleichzeitig teilnehmen, ihren Bildschirm teilen und Videokonferenzen abhalten.

Whereby App vs. Zoom

Ein wichtiger Grund, warum Whereby zu einem ernsthaften Zoom-Konkurrenten geworden ist, sind die Datenschutzrichtlinien. Whereby wird in Norwegen entwickelt – einem Land, das für strenge Datenschutzgesetze bekannt ist. Der Dienst setzt deutlich weniger auf das Sammeln von Nutzerdaten und Third-Party-Cookies, während Zoom sehr transparent damit umgeht, dass Daten gespeichert werden. Gerade wenn du dir rechtliche Fragen rund um die Aufzeichnung von Online-Meetings stellst, kann das ein entscheidender Punkt sein.

Trotzdem hat Zoom den Markt im Sturm erobert und bleibt schwer zu schlagen. Kann die weniger bekannte Whereby-App der Konkurrenz wirklich den Rang ablaufen? Oder ist Zoom schlicht zu groß, um verdrängt zu werden?

Wir haben beide Kandidaten direkt gegenübergestellt, um herauszufinden, welcher Dienst für Videokonferenzen im Alltag wirklich überzeugt.

Whereby vs. Zoom im Überblick

Whereby – Ein Videokonferenz-Tool, das vor allem wegen seiner extrem einfachen Bedienung und Zuverlässigkeit an Beliebtheit gewinnt.

  • Kostenlose Version verfügbar, Pro-Tarif ab 6,99 US‑Dollar/Monat.
  • Keine Installation der App erforderlich.
  • Bietet praktische Funktionen wie Screensharing, Live-Videos, Stummschalten von Teilnehmern, Kalenderverwaltung und Aufzeichnung.
  • 1–50 Nutzer mit bis zu 12 Videokacheln gleichzeitig auf dem Bildschirm.
  • Privater Chat, Echtzeit-Chat und Whiteboard sind inklusive.
  • Webbasierte App, lauffähig auf iPhone, iPad und Android.
  • Integrationen mit Slack, Desktop-Apps, Rambox, Google Docs und bis zu 13 weiteren Tools.

Zoom – Eine sehr verbreitete Videokonferenz-App, die in vielen Unternehmen täglich im Einsatz ist.

  • Kostenlose Version verfügbar, Pro-Tarif ab 14,99 US‑Dollar/Monat.
  • Skaliert von 1 bis über 1000 Nutzer.
  • Cloudbasiert, ausgelegt für kleine bis große Unternehmen mit drahtlosem Medien-Sharing, Screensharing und mehr.
  • HD‑Video‑/Audiokonferenzen, Präsentationstools, Privat- und Gruppenchat, Bildschirmfreigabe, Aufzeichnung, Webcasts u. v. m.
  • Teilnahme über jedes Gerät, ob mobil oder Desktop.
  • Integrationen mit über 455 weiteren Apps.

Whereby vs. Zoom im Detail

PREISE

Whereby Preise

Whereby

Die Whereby-App bietet drei verschiedene Tarife. Die kostenlose Version eignet sich für den privaten Gebrauch und erlaubt einen Nutzer und einen Meetingraum mit bis zu 4 Teilnehmern. Basis-Integrationen sind enthalten, ebenso die Bildschirmfreigabe. Der Pro-Tarif ab 6,99 US‑Dollar pro Monat ist für eine:n Nutzer:in ausgelegt, umfasst 3 Räume und bis zu 12 Teilnehmer mit Premium-Support, verbesserter Bildschirmfreigabe und Aufzeichnung. Der Business-Plan für 9,99 US‑Dollar im Monat bietet 10 Meetingräume und mehr und richtet sich an größere Nutzer- und Administratorgruppen.

Zoom

Zoom bietet vier Haupttarife. Die kostenlose Basic-Version begrenzt Gruppenmeetings auf 40 Minuten. Der Pro-Plan startet bei 14,99 US‑Dollar pro Host und verlängert die maximale Meetingdauer auf 24 Stunden, zusätzlich erhältst du erweiterte Adminfunktionen und Aufzeichnung. Der Business-Tarif für 19,99 US‑Dollar pro Host (ab 10 Hosts) bringt Telefonsupport, Dashboards und White-Labeling. Der Enterprise-Plan ab 19,99 US‑Dollar pro Host startet mit 100 Hosts, unbegrenztem Cloud-Speicher und gebündelten Rabatten für weitere Zoom-Produkte.

Bildschirmfreigabe, Live-Video, Chat und die Möglichkeit, Teilnehmer stummzuschalten, sind bei beiden Tools bereits in den kostenlosen Versionen enthalten. Mit Zoom kannst du in der kostenlosen Version bis zu 100 Personen in einem Call haben, bei Whereby sind es nur 4. Gerade für Meetings in kleineren Unternehmen ist Zoom hier klar im Vorteil.

Fazit Preis

Durch die deutlich höhere Teilnehmerzahl in der kostenlosen Version und die Funktionsvielfalt der kostenpflichtigen Pläne gewinnt Zoom diese Runde.

EINSCHRÄNKUNGEN

Whereby Probleme

Whereby

Da sich Whereby vor allem auf den Markt für kleine und mittlere Unternehmen konzentriert, ist die Lösung nicht so umfangreich wie manch andere App. Einige Basisfunktionen fehlen, was zum Problem werden kann, wenn Unternehmen wachsen und etwas Flexibleres, Stabileres und Leistungsfähigeres brauchen. Die einfache Bedienung von Whereby hat außerdem einen Nachteil: die Audio- und Videoqualität. Nutzer berichten häufig von Rucklern und Verzögerungen.

Ähnlich wie Google Hangouts und andere Videokonferenz-Tools läuft Whereby direkt im Browser. Du musst nichts herunterladen. Das ist bequem, kann aber ein Nachteil sein, wenn du Wert auf perfekte Bild- und Tonqualität legst.

Zoom

Zoom skaliert problemlos von kleinen bis großen Unternehmen, aber diese Skalierbarkeit macht das Tool komplexer als sehr schlanke Alternativen. Zudem musst du Zoom als App installieren, da es nicht rein webbasiert ist, und ein Nutzerkonto anlegen. Gerade für einmalige Gäste, die Zoom sonst nicht nutzen würden, kann das abschreckend sein.

Positiv ist, dass beide Tools über Mobile-Apps verfügen, sodass du von Smartphone oder Tablet aus einfach beitreten kannst.

Fazit Einschränkungen

Für kleine Teams, die gelegentlich ein schnelles Meeting brauchen und auf maximale Einfachheit setzen, kann Whereby eine gute Wahl sein. Wenn es aber um Stabilität, professionellen Einsatz und zuverlässige Audio-/Videoqualität geht, hat Zoom die Nase vorn.

SCREENSHARING

Whereby App vs. Zoom

Whereby

Whereby bietet in allen Tarifen Bildschirmfreigabe. Du findest die Funktion über die Schaltfläche „Teilen“ in jedem Whereby-Raum. Alle geöffneten Dokumente können angezeigt werden, was die Zusammenarbeit im Team erleichtert. Teilnehmer können über den Chat reagieren, ohne das Meeting zu stören. Du kontrollierst jederzeit, welches Fenster das Team sieht und welche Präsentation oder Seite im Fokus steht. Dank YouTube-Integration kannst du auch YouTube-Videos direkt gemeinsam ansehen. Die Bildschirmfreigabe macht Meetings sehr kollaborativ – statt Dateien per E-Mail hin und her zu schicken, arbeitet ihr direkt gemeinsam am Bildschirm.

Zoom

Mit Zoom kannst du deinen gesamten Desktop oder nur einen Ausschnitt freigeben – inklusive Smartphone-Bildschirm. Du kannst lokal gespeicherte Audio- oder Videodateien, Präsentationen, dein Whiteboard, eine zweite Kamera oder sogar den Bildschirm deines iPads teilen. In den kostenpflichtigen Tarifen können, je nach Einstellung, auch andere Teilnehmer ihren Bildschirm freigeben; der Host hat jederzeit die Kontrolle darüber, wer teilen darf. In der kostenlosen Version ist standardmäßig nur der Host zum Teilen berechtigt.

Standardmäßig wird das Zoom-Fenster selbst bei einer Bildschirmfreigabe nicht angezeigt. Falls du aber jemandem zeigen möchtest, wie Zoom funktioniert, kannst du das in den Einstellungen anpassen und „Zoom-Fenster anzeigen“ aktivieren.

Fazit Screensharing

In den kostenlosen Versionen bieten beide Tools grundlegende Bildschirmfreigabe und sind damit für die meisten Zwecke ausreichend. Mit den kostenpflichtigen Zoom-Tarifen kannst du die Freigaberechte jedoch deutlich flexibler steuern – ein Pluspunkt vor allem für größere Teams und Schulungen.

DATENSCHUTZ

Whereby vs. Zoom Sicherheit

Whereby

Whereby wurde in Norwegen entwickelt und unterliegt damit strengen Datenschutzgesetzen. Der Dienst speichert deutlich weniger Nutzerinformationen und Third-Party-Cookies. Whereby hält sich an die Vorgaben der DSGVO und spricht damit alle an, für die Datenschutz ein zentrales Entscheidungskriterium ist.

In Videomeetings kannst du den Raum zusätzlich „abschließen“. Neue Gäste müssen dann „anklopfen“ und können nur vom Host hereingelassen werden. Praktisch ist außerdem, dass du aufgezeichnete Meetings für spätere Einsicht speichern kannst.

Zoom

Zoom ist transparent im Umgang mit Nutzerdaten und Third-Party-Cookies – gleichzeitig greift und speichert der Dienst deutlich mehr Informationen. Wird das Unternehmen oder ein Teil davon verkauft, gehen die gespeicherten Daten an den Käufer über (vergleichbar mit dem Kauf von YouTube durch Google). Gerade für sicherheitsbewusste Unternehmen ist das ein wichtiger Aspekt.

Außerdem war Zoom in der Vergangenheit wegen sogenannter „Zoom Bombings“ in den Schlagzeilen, bei denen Unbefugte in Meetings eindringen und diese stören. Inzwischen kannst du Meetingräume zwar ebenfalls sperren, allerdings kann dann niemand mehr beitreten – selbst mit Meeting-ID und Passwort.

Fazit Datenschutz

Beim Thema Datenschutz liegt Whereby klar vorne – dank strengerer Gesetze, sparsamer Datennutzung und praktischer Sicherheitsfunktionen im Meeting selbst.

INTEGRATIONEN

Whereby virtueller Hintergrund

Whereby

Whereby bietet rund ein Dutzend Integrationen, darunter besonders beliebte Tools wie Google Docs, Trello, YouTube und Miro. Der Raumeigentümer kann Integrationen jederzeit während eines Meetings aktivieren oder deaktivieren.

Zoom

Zoom verfügt über einen eigenen App-Marktplatz, auf dem du alle verfügbaren Integrationen durchsuchen kannst. Zahlreiche Drittanbieter-Apps lassen sich einbinden, um Workflows zu vereinfachen. Einige Integrationen stehen auch als Erweiterung oder Plug-in zur Verfügung, z. B. für Microsoft Outlook, Google Chrome, Firefox und Skype. Konfiguriert werden sie über das Zoom-Webportal im Bereich „Integrationen“.

Zu den bekanntesten Integrationen zählen u. a. Google Kalender, Google Docs, Google Drive, Dropbox, HipChat, Infusionsoft, Gmail, Epic und viele mehr. Insgesamt stehen im Marktplatz mehrere Hundert Integrationen (über 800) bereit.

Fazit Integrationen

Hier gibt es keinen Zweifel: Dank der enormen Verbreitung und dem großen App-Ökosystem gewinnt Zoom klar im Bereich Integrationen.

ERGEBNIS-TABELLE

Zoom

Whereby

Preise

1

0

Einschränkungen

1

0

Bildschirmfreigabe

1

1

Datenschutz

0

1

Integrationen

1

0

Gesamtwertung

4/5

2/5

Und der Sieger ist …

Auch wenn sich beide Plattformen auf den ersten Blick ähnlich sind, verfolgen sie unterschiedliche Ansätze. Whereby konzentriert sich auf kleine bis mittlere Unternehmen und macht Videokonferenzen vor allem einfach und schnell. Zoom ist dagegen ein echtes Schwergewicht, das von kleinen bis hin zu großen Organisationen alles abdeckt und weit mehr kann als nur einfache Video-Calls – genau deshalb geht Zoom in unserem Vergleich als Gesamtsieger hervor.

Whereby – Kurzfazit

Vorteile: ideal für kleine Team-Meetings, auch für weniger technikaffine Nutzer geeignet, minimalistisches Design, schnelle und effiziente Videokonferenzen, benötigt kein hochprofessionelles Setup.

Nachteile: maximal 50 Teilnehmer, nur Admins können den Bildschirm teilen, gelegentliche Ruckler bei Audio und Video.

Zoom – Kurzfazit

Vorteile: sehr hohe Teilnehmerzahlen möglich, hochwertige Video- und Audioqualität, bestens geeignet für Webinare und professionelle Meetings.

Nachteile: Installation und Konto erforderlich, umfangreiche Datennutzung, potenzielle Risiken wie Zoom-Bombing (bei falscher Konfiguration).

FAQ

Zoom ist so verbreitet, dass die meisten von uns den Dienst schon einmal genutzt haben. Hier findest du deshalb vor allem Antworten zu Whereby:

Whereby eignet sich besonders für kleinere Unternehmen und Teams, die gerade starten und ein einfaches, bezahlbares Tool für Videokonferenzen suchen. Es ist günstiger, sehr leicht zu bedienen, zuverlässig und schnell. Du verschickst einfach einen Link, die Teilnehmer klicken darauf und sind im Meeting. Dokumente lassen sich einblenden, der Chat steht zur Verfügung und du kannst den Bildschirm teilen. Am Ende hängt die Entscheidung aber von deinen Anforderungen ab.

Whereby gilt als sehr sicher. Durch die Entwicklung in Norwegen unterliegt der Dienst strengen Datenschutzgesetzen und hält sich an die DSGVO. Das bedeutet, dass deutlich weniger Nutzerdaten und Third-Party-Cookies zum Einsatz kommen.

Ja. Whereby bietet eine kostenlose Version mit einem Nutzer, einem Meetingraum und bis zu 4 Teilnehmern. Der Pro-Plan ab 6,99 US‑Dollar/Monat und der Business-Plan für 9,99 US‑Dollar/Monat sind ebenfalls vergleichsweise günstig und schalten weitere Funktionen frei.

Online-Meetings können auf Dauer ganz schön anstrengend sein. Tools wie Zoom sind überall und viele Menschen leiden inzwischen unter „Zoom-Müdigkeit“. Zum Glück gibt es Alternativen, die asynchrone, visuelle Kommunikation ermöglichen. Eine davon ist ScreenRec.

ScreenRec ist ein kostenloser Bildschirmrekorder und ein Screenshot-Tool, mit dem du sicher Online-Content erstellen kannst. Du nimmst unbegrenzt HD‑Videos, Audio und Screenshots auf, baust eigene Tutorials und Präsentationen und kannst sehr gezielt Feedback geben. Alle Aufnahmen liegen an einem zentralen Ort und werden so zu einer visuellen Wissensbibliothek für dein Team.

Referenzen und weiterführende Links

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